Isabell lutschte an der Pizza, als wäre es ihre letzte. Neben ihr röchelte das Atemgerät. Den erkalteten Käse - denn sie hatte sich erst vorgenommen, die Pizza nicht anzurühren - behielt sie eine Weile im Mund, bevor sie ihn langsam zerkaute. Die zähe Masse zwischen den Zähnen beruhigte sie.

Vor einer halben Stunde hatte das Hämmern begonnen. Die Stöße erschütterten die Mauer, ihr Bett, ihre Fettwülste, die an ihr seitlich herunterhingen, auf denen sie wie auf einem Kissen lag.

Pling. Sie stopfte sich das Pizzastück in den Mund, leckte die Finger und nahm ihren Laptop.

Hast du das Foto?, las sie.

Später, bin beschäftigt, tippte sie mit dem Zeigefinger.

Hast du von der Dicken gehört, die heute rausgeholt wird?, schrieb er.

Nein, keine Ahnung.

Läuft in den Nachrichten, schau’s dir mal an. Und vergiss nicht das Foto. Dahinter setzte er zwei Herzen.

Begonnen hatte es mit der kleinen Zehe, aus Spaß. Gestern wollte er den Bauchnabel. Da hatte sie wühlen müssen, um ihn zu finden zwischen den Hautlappen. Außer Puste geriet sie, weil sie sich so verrenken musste, um das Foto zu schießen.

 

Heute wollte Niels den Hintern. (..)